Algenöl oder Fischöl: Welches Omega-3 ist besser?

Algenöl oder Fischöl: Welches Omega-3 ist besser?

Wer nach einer direkten Quelle für die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sucht, stößt meist auf zwei Möglichkeiten: Fischöl und Algenöl. Lange Zeit galt Fischöl als Standard. Heute entscheiden sich jedoch immer mehr Menschen für Omega-3-Fettsäuren ohne Fisch.

Aber ist Algenöl genauso gut wie Fischöl? Ist Fischöl vegan? Und was ist beim Thema Schwermetalle und Produktqualität zu beachten?

Die kurze Antwort lautet: Algenöl und Fischöl können beide EPA und DHA liefern. Algenöl stammt aus Mikroalgen und ist bei einer vollständig veganen Rezeptur die vegane Alternative zu Fischöl. Welches Öl besser passt, hängt vor allem von der Ernährung, dem EPA- und DHA-Gehalt, der Qualität und den persönlichen Präferenzen ab.

Algenöl oder Fischöl: Die wichtigsten Unterschiede

Der größte Unterschied zwischen Algenöl und Fischöl liegt in der Herkunft.

Fischöl wird aus Fisch oder aus Bestandteilen der Fischverarbeitung gewonnen. Algenöl stammt dagegen aus bestimmten Mikroalgen. Diese Mikroalgen können die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und – abhängig vom verwendeten Algenstamm – auch EPA bilden.

Fische nehmen Omega-3-Fettsäuren unter anderem über die marine Nahrungskette auf. Mit einem geeigneten Mikroalgenöl lassen sich EPA und DHA somit direkt aus einer ursprünglichen Quelle gewinnen, ohne Fisch als Rohstoff zu verwenden.

Merkmal

Algenöl

Fischöl

Herkunft

Bestimmte Mikroalgen

Fisch oder Bestandteile der Fischverarbeitung

Vegan

Bei vollständig veganer Rezeptur ja

Nein

Enthaltene Fettsäuren

DHA und je nach Produkt EPA

Meist EPA und DHA

Geschmack

Produktabhängig, nicht fischtypisch

Kann einen fischigen Nachgeschmack haben

Geeignet für

Veganer, Vegetarier und Menschen ohne Fischkonsum

Menschen, die tierische Produkte konsumieren

EPA- und DHA-Gehalt

Produktabhängig

Produktabhängig

Qualität

Laborwerte und Verarbeitung entscheidend

Laborwerte und Verarbeitung entscheidend

Nachhaltigkeit

Kein Fisch als Rohstoff erforderlich

Abhängig von Fischart, Herkunft und Fischereimanagement

Woher kommen EPA und DHA ursprünglich?

Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kommen in der marinen Nahrungskette vor. Mikroalgen können diese Fettsäuren bilden. Kleine Meerestiere nehmen die Algen auf und werden wiederum von größeren Tieren und Fischen gefressen.

Dadurch gelangen EPA und DHA schließlich in Fisch.

Algenöl liefert diese Omega-3-Fettsäuren direkt aus Mikroalgen. Es ist deshalb nicht mit Leinöl, Walnüssen oder Chiasamen gleichzusetzen. Diese pflanzlichen Lebensmittel liefern hauptsächlich die Omega-3-Fettsäure ALA.

Gut zu wissen: Leinöl liefert vor allem ALA. Geeignetes Mikroalgenöl kann dagegen direkt DHA und je nach Produkt auch EPA enthalten.

Algenöle aus verschiedenen Stämmen von Schizochytrium sind in der Europäischen Union als neuartige Lebensmittel zugelassen. Dabei existieren sowohl DHA-reiche als auch DHA- und EPA-reiche Varianten.

Ist Algenöl genauso gut wie Fischöl?

Algenöl kann eine mit Fischöl vergleichbare Quelle für EPA und DHA sein. Entscheidend ist jedoch, dass tatsächlich vergleichbare Mengen derselben Fettsäuren aufgenommen werden.

Eine aktuelle randomisierte Studie mit Erwachsenen untersuchte die Aufnahme von EPA und DHA aus Mikroalgen- und Fischöl. Bei abgestimmten Dosierungen wurden vergleichbare Veränderungen der EPA- und DHA-Werte im Blut beobachtet. Ältere Studien zeigten zudem, dass DHA aus Algenöl vom Körper ähnlich aufgenommen werden kann wie DHA aus Lachs.

Die Frage sollte daher nicht nur lauten:

Stammt das Omega-3 aus Fisch oder Algen?

Mindestens ebenso wichtig ist:

Wie viel EPA und DHA liefert die empfohlene Tagesdosis?

Die Ölmenge ist nicht gleich der Omega-3-Menge

Auf der Verpackung eines Nahrungsergänzungsmittels kann beispielsweise eine hohe Gesamtmenge an Fisch- oder Algenöl stehen. Diese Zahl sagt jedoch noch nicht, wie viel EPA und DHA tatsächlich enthalten ist.

Ein Beispiel:

Produktangabe

Bedeutung

2.300 mg Algenöl

Gesamtmenge des enthaltenen Algenöls

940 mg DHA

tatsächliche DHA-Menge

470 mg EPA

tatsächliche EPA-Menge

1.410 mg EPA und DHA

Summe der beiden langkettigen Omega-3-Fettsäuren

Für einen sinnvollen Produktvergleich sollten daher immer die einzeln ausgewiesenen Mengen von EPA und DHA pro Tagesdosis betrachtet werden.

Die Wirkung hängt von EPA und DHA ab

Die zugelassenen Gesundheitswirkungen beziehen sich auf die Omega-3-Fettsäuren selbst und nicht darauf, ob sie aus Fisch oder Mikroalgen gewonnen wurden.

EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. DHA trägt außerdem zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normalen Sehkraft bei. Die jeweiligen Aussagen dürfen nur unter den dafür festgelegten Verwendungsbedingungen eingesetzt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung betrachtet EPA und DHA bei seiner gesundheitlichen Bewertung ebenfalls unabhängig davon, ob sie aus Fischöl, Algenöl oder anderen zugelassenen Quellen stammen.

Welche Vorteile hat Algenöl?

Algenöl ist insbesondere für Menschen interessant, die EPA und DHA ohne Fisch aufnehmen möchten. Es bietet eine direkte vegane Quelle für langkettige Omega-3-Fettsäuren und lässt sich unabhängig vom Fischkonsum in die Ernährung integrieren.

Omega-3-Fettsäuren ohne Fisch

Walnüsse, Leinöl und Chiasamen sind wertvolle pflanzliche Omega-3-Quellen. Sie liefern jedoch hauptsächlich ALA. Der Körper kann ALA nur begrenzt in EPA und DHA umwandeln.

Mikroalgenöl kann EPA und DHA dagegen direkt enthalten. Damit eignet es sich besonders für:

  • vegan lebende Menschen
  • Vegetarier
  • Menschen, die keinen Fisch mögen
  • Personen, die bewusst auf Fischprodukte verzichten
  • Menschen, die einen fischtypischen Geschmack vermeiden möchten

Vegan und ohne Fisch als Rohstoff

Algenöl wird aus Mikroalgen gewonnen. Ist auch die restliche Rezeptur frei von tierischen Zutaten, kann das Endprodukt vegan sein.

Dabei sollte immer das gesamte Produkt geprüft werden. Das betrifft beispielsweise:

  • die Kapselhülle
  • zugesetzte Vitamine
  • Aromen und Hilfsstoffe
  • verwendete Trägeröle

Ein Algenöl ist daher häufig vegan – die genaue Bestätigung liefert aber erst die vollständige Zutatenliste beziehungsweise eine entsprechende Kennzeichnung.

Kontrollierte Kultivierung

Für viele Algenöle werden Mikroalgen in geschlossenen Fermentationsanlagen kultiviert. Dort lassen sich Bedingungen wie Temperatur, Nährstoffversorgung und Sauerstoffzufuhr gezielt steuern.

Die Mikroalgen stehen dabei nicht in direktem Kontakt mit dem offenen Meer. Dadurch unterscheidet sich die Rohstoffgewinnung deutlich von der Fischerei.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Algenöl vollständig frei von Kontaminanten ist. Auch bei kontrollierter Kultivierung sind sorgfältige Verarbeitung und regelmäßige Laborprüfungen wichtig.

Kein fischtypischer Geschmack

Fischöl kann je nach Qualität und Darreichungsform einen fischigen Nachgeschmack oder fischiges Aufstoßen verursachen. Algenöl besitzt keinen Fisch als Ausgangsstoff und schmeckt deshalb nicht typisch nach Fisch.

Das bedeutet nicht, dass jedes Algenöl vollständig geschmacksneutral ist. Geschmack und Geruch hängen unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • verwendetem Algenöl
  • Frische
  • Oxidationszustand
  • Trägerölen
  • Aromatisierung
  • Lagerung

Aromatisierte Algenöle können die tägliche Einnahme für Menschen erleichtern, die den natürlichen Geschmack eines Omega-3-Öls nicht mögen.

Nachhaltigkeit ohne pauschale Versprechen

Algenöl benötigt keinen Fisch als Rohstoff. Dadurch entsteht bei der Herstellung kein unmittelbarer Bedarf an Fischfang.

Fischöl kann dagegen aus gezielt gefangenen Fischen oder aus Nebenprodukten der Fischverarbeitung gewonnen werden. Wie nachhaltig ein Fischöl ist, hängt deshalb unter anderem von der Fischart, dem Bestandsmanagement, den Fangmethoden und der Nutzung von Nebenströmen ab. Zertifizierungen können bei der Einordnung helfen. Auch Fischereien zur Herstellung von Fischmehl und Fischöl können nach anerkannten Nachhaltigkeitsstandards bewertet werden.

Auch bei Algenöl beeinflussen Energieverbrauch, Nährstoffquellen, Verarbeitung und Transport die Umweltbilanz. Deshalb wäre die Aussage, jedes Algenöl habe grundsätzlich einen geringeren CO₂-Fußabdruck als jedes Fischöl, zu pauschal.

Trotzdem ist Algenöl eine überzeugende Möglichkeit für Menschen, die EPA und DHA aufnehmen möchten, ohne Fisch als Rohstoff zu nutzen.

Welche Vorteile hat Fischöl?

Fischöl ist eine etablierte Quelle für EPA und DHA und wird seit vielen Jahren für Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Mögliche Vorteile sind:

  • häufig eine Kombination aus EPA und DHA
  • große Auswahl verschiedener Dosierungen
  • viele unterschiedliche Darreichungsformen
  • teilweise günstigere Produkte
  • teilweise Nutzung von Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion

Fischöl ist deshalb nicht grundsätzlich minderwertig. Ein frisches, ausreichend dosiertes und sorgfältig kontrolliertes Fischöl kann EPA und DHA liefern.

Für vegan und vegetarisch lebende Menschen ist es jedoch nicht geeignet. Zudem können Herkunft, Schadstoffkontrollen, Frische und Nachhaltigkeit je nach Produkt sehr unterschiedlich ausfallen.

Ist Fischöl vegan?

Nein. Fischöl ist nicht vegan, da es aus Fisch oder Bestandteilen der Fischverarbeitung gewonnen wird.

Auch eine pflanzliche oder gelatinefreie Kapselhülle macht ein Fischölprodukt nicht vegan. Zwar kann die Hülle vegan sein, der enthaltene Rohstoff bleibt jedoch tierischen Ursprungs.

Eine vegane Alternative zur direkten Aufnahme von EPA und DHA ist Mikroalgenöl. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass auch alle weiteren Zutaten des Produkts vegan sind.

Der Suchbegriff „Fischöl vegan“ bezeichnet somit meist keine vegane Form von Fischöl, sondern die Suche nach einer veganen Fischöl-Alternative.

Enthält Fischöl Schwermetalle?

Fische können über ihre Umwelt und Nahrung unterschiedliche Kontaminanten aufnehmen. Dazu können abhängig von Fischart und Lebensraum beispielsweise Quecksilber, Dioxine oder polychlorierte Biphenyle gehören.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Fischöl zwangsläufig mit problematischen Mengen dieser Stoffe belastet ist.

Bei der Herstellung hochwertiger Fischöle können verschiedene Reinigungs- und Verarbeitungsschritte eingesetzt werden. Entscheidend ist, ob das fertige Produkt regelmäßig auf relevante Schadstoffe untersucht wird und die gesetzlichen beziehungsweise zusätzlich festgelegten Qualitätsgrenzen einhält.

Gibt es Fischöl ohne Schwermetalle?

Die Formulierung „Fischöl ohne Schwermetalle“ sollte vorsichtig verwendet werden.

Analytisch ist meist präziser zu sagen:

  • auf Schwermetalle geprüft
  • unterhalb der Bestimmungsgrenze
  • unterhalb der geltenden Grenzwerte
  • in der untersuchten Charge nicht nachweisbar

Ob ein Produkt diese Aussagen verwenden kann, hängt von der konkreten Laboranalyse und der verwendeten Nachweismethode ab.

Ein hochwertiges Fischöl kann sehr geringe beziehungsweise analytisch nicht bestimmbare Schwermetallwerte aufweisen. Die Herkunft allein reicht als Qualitätsnachweis jedoch nicht aus.

Ist Algenöl automatisch frei von Schwermetallen?

Algenöl aus geschlossener Kultivierung steht nicht in direktem Kontakt mit dem offenen Meer. Das kann das Risiko bestimmter mariner Verunreinigungen reduzieren.

Trotzdem sollte auch Algenöl nicht pauschal als vollständig schadstofffrei bezeichnet werden. Die sichere Aussage lautet:

Hochwertiges Algenöl sollte regelmäßig auf Schwermetalle und weitere relevante Qualitätsparameter untersucht werden.

Für eine konkrete Produktkommunikation sind chargenbezogene oder regelmäßig durchgeführte Laboranalysen aussagekräftiger als allgemeine Aussagen über den Rohstoff.

Reinheit bedeutet mehr als Schwermetallfreiheit

Beim Vergleich von Algenöl und Fischöl konzentrieren sich viele Menschen auf Schwermetalle. Für die Qualität eines Omega-3-Öls sind jedoch auch Frische und Oxidation entscheidend.

EPA und DHA besitzen mehrere Doppelbindungen. Dadurch reagieren sie empfindlich auf:

  • Sauerstoff
  • Licht
  • Wärme
  • lange Lagerung

Diese Empfindlichkeit betrifft sowohl Algenöl als auch Fischöl.

Was bedeutet Oxidation bei Omega-3-Öl?

Bei der Oxidation verändern sich die enthaltenen Fettsäuren. Ein stark oxidiertes Öl kann unangenehm riechen oder schmecken.

Allerdings lässt sich die Qualität nicht zuverlässig allein am Geschmack erkennen. Aromen können beispielsweise einen unerwünschten Geschmack überdecken. Aussagekräftiger sind geeignete Laborwerte.

Für die Bewertung werden unter anderem folgende Parameter verwendet:

  • Peroxidzahl
  • Anisidinzahl
  • TOTOX-Wert

Was sagt der TOTOX-Wert aus?

Der TOTOX-Wert ist ein zusammengesetzter Wert zur Einschätzung des Oxidationszustands eines Öls. Er wird aus der Peroxidzahl und der Anisidinzahl berechnet:

TOTOX = 2 × Peroxidzahl + Anisidinzahl

Die aktuelle freiwillige GOED-Monografie nennt für nicht aromatisierte Omega-3-Öle einen maximalen TOTOX-Wert von 26. Sie weist zugleich darauf hin, dass diese Bewertung nicht ohne Weiteres auf aromatisierte Öle angewendet werden kann, da Aromastoffe die Anisidinmessung beeinflussen können.

Ein einzelner TOTOX-Wert sollte deshalb immer im Zusammenhang mit der Produktart, der Prüfmethode und dem Zeitpunkt der Untersuchung betrachtet werden.

Welche Laborprüfungen sind sinnvoll?

Je nach Produkt und Rohstoff können unter anderem folgende Prüfungen relevant sein:

  • EPA- und DHA-Gehalt
  • Peroxidzahl
  • Anisidinzahl
  • TOTOX-Wert
  • Schwermetalle
  • Dioxine und PCB
  • mikrobiologische Qualität
  • Identität und Reinheit
  • sensorische Qualität

Besonders aussagekräftig sind Analysen, die für die konkrete Charge oder in regelmäßig definierten Abständen durchgeführt werden.

Algenöl oder Fischöl: Was ist nun besser?

Ob Omega-3 aus Fischöl oder Algenöl besser ist, hängt von den persönlichen Anforderungen ab.

Deine Priorität

Häufig passendere Wahl

Vegane Ernährung

Algenöl

Omega-3 ohne Fisch

Algenöl

Direkte Aufnahme von EPA und DHA ohne Fisch

Algenöl mit ausgewiesenem EPA und DHA

Große Produktauswahl

Fischöl

Häufig günstigere Produkte

Fischöl

Kein fischtypischer Geschmack

häufig Algenöl

Tierische Produkte sind kein Problem

beide möglich

Hoher EPA- und DHA-Gehalt

konkrete Produkte vergleichen

Hohe Reinheitsanforderungen

bei beiden Laboranalysen prüfen

Kein Fisch als Rohstoff

Algenöl

Algenöl ist besonders für Menschen die naheliegende Wahl, die EPA und DHA vegan, ohne Fisch und ohne fischtypischen Geschmack aufnehmen möchten.

Fischöl kann ebenfalls eine geeignete Omega-3-Quelle sein, sofern tierische Produkte akzeptiert werden und das Produkt hinsichtlich EPA- und DHA-Gehalt, Schadstoffen und Oxidation überzeugt.

Es ist daher weniger sinnvoll, nur die Rohstoffquelle zu vergleichen. Entscheidend ist das Gesamtprodukt.

Worauf sollte man beim Kauf von Algenöl oder Fischöl achten?

Ein gutes Omega-3-Produkt erkennst du nicht allein daran, ob es aus Fisch oder Mikroalgen hergestellt wurde.

Achte insbesondere auf folgende Kriterien:

1. EPA und DHA pro Tagesdosis

Prüfe nicht nur die Gesamtmenge des Öls. Entscheidend ist, wie viel EPA und DHA tatsächlich enthalten ist.

2. EPA und DHA einzeln ausgewiesen

Idealerweise nennt das Produkt beide Fettsäuren separat. So lässt sich das Fettsäureprofil leichter vergleichen.

3. Passende Zusammensetzung

Manche Algenöle liefern fast ausschließlich DHA. Andere enthalten sowohl DHA als auch EPA. Welche Zusammensetzung geeignet ist, hängt vom gewünschten Produkt ab.

4. Regelmäßige Laborprüfungen

Achte auf transparente Angaben zu:

  • Schwermetallen
  • Oxidationswerten
  • Mikrobiologie
  • EPA- und DHA-Gehalt
  • weiteren relevanten Kontaminanten

5. Schutz vor Oxidation

Eine lichtgeschützte Verpackung, ein geeigneter Verschluss und klare Lagerungshinweise können dazu beitragen, das empfindliche Öl zu schützen.

6. Transparente Herkunft

Hilfreich sind Angaben zur verwendeten Fischquelle oder Mikroalge, zur Herstellung und zum Produktionsland.

7. Alltagstauglichkeit

Das beste Produkt hilft wenig, wenn es ungern oder unregelmäßig verwendet wird. Geschmack, Dosierbarkeit, Portionsgröße und Lagerung sollten deshalb zum Alltag passen.

Fazit: Algenöl ist die direkte vegane Alternative zu Fischöl

Algenöl und Fischöl können beide die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA liefern. In Bezug auf die Aufnahme der Fettsäuren kann geeignetes Algenöl eine vergleichbare Alternative zu Fischöl darstellen.

Algenöl bietet dabei einen entscheidenden Unterschied: Es kommt ohne Fisch als Rohstoff aus und kann bei vollständig veganer Rezeptur für eine vegane Ernährung geeignet sein.

Für Menschen, die Omega-3-Fettsäuren ohne Fisch aufnehmen möchten, ist Algenöl deshalb häufig die passendere Wahl. Es liefert EPA und DHA direkt aus Mikroalgen und vermeidet einen fischtypischen Geschmack.

Fischöl ist jedoch nicht automatisch schlecht und Algenöl nicht automatisch frei von sämtlichen Kontaminanten. Für beide Produkte gelten dieselben Grundfragen:

  • Wie viel EPA und DHA enthält die Tagesdosis?
  • Wie frisch ist das Öl?
  • Wird es auf Schadstoffe und Oxidation geprüft?
  • Ist die Herkunft transparent?
  • Passt es zur persönlichen Ernährungsweise?

Unser Omega-3-Algenöl mit Geschmack liefert EPA und DHA in hoch dosierter, veganer Form. Jede Charge wird unter anderem auf Schwermetalle, Mikrobiologie und relevante Qualitätsparameter geprüft.

Häufige Fragen zu Algenöl und Fischöl

Ist Algenöl besser als Fischöl?

Algenöl ist nicht in jeder Hinsicht grundsätzlich besser. Beide Öle können EPA und DHA liefern. Algenöl ist jedoch vegan, kommt ohne Fisch als Rohstoff aus und eignet sich besonders für Menschen, die keinen Fisch essen oder einen fischtypischen Geschmack vermeiden möchten.

Ist Algenöl genauso wirksam wie Fischöl?

Algenöl kann EPA und DHA in vergleichbarer Weise bereitstellen, sofern die aufgenommenen Mengen und die Zusammensetzung vergleichbar sind. Entscheidend sind daher die konkrete Dosierung, der EPA- und DHA-Gehalt sowie die Produktqualität.

Gibt es Omega-3-Fettsäuren ohne Fisch?

Ja. Leinöl, Leinsamen, Walnüsse und Chiasamen liefern die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA. Mikroalgenöl kann zusätzlich direkt DHA und je nach Produkt auch EPA liefern.

Ist Fischöl vegan?

Nein. Fischöl wird aus Fisch oder Bestandteilen der Fischverarbeitung gewonnen und ist daher tierischen Ursprungs. Eine pflanzliche Kapselhülle verändert daran nichts.

Warum enthält Algenöl häufig weniger EPA?

Der EPA- und DHA-Gehalt hängt vom verwendeten Algenstamm und den Produktionsbedingungen ab. Viele Öle aus Schizochytrium sind von Natur aus besonders DHA-reich. Inzwischen gibt es jedoch auch Algenöle, die sowohl relevante Mengen DHA als auch EPA liefern.

Fische bilden die Omega-3-Fettsäuren ebenfalls nicht unabhängig von der Nahrungskette. Sie nehmen sie über Algen und andere Organismen auf. Algenöl liefert EPA und DHA somit direkt aus einer ursprünglichen Quelle.

Wie werden Mikroalgen für Algenöl kultiviert?

Viele Mikroalgen für Algenöl werden unter kontrollierten Bedingungen in geschlossenen Fermentationsanlagen kultiviert. Bei heterotrophen Verfahren erhalten sie ihre Energie über eine abgestimmte Nährstofflösung und nicht über Sonnenlicht.

Nach der Fermentation wird die Algenbiomasse verarbeitet und das enthaltene Öl gewonnen. Die genauen Extraktions- und Reinigungsschritte unterscheiden sich je nach Hersteller.

Auch bei kontrollierter Kultivierung lohnt es sich, auf transparente Qualitätsprüfungen zu achten.

Ist Algenöl oxidationsanfälliger als Fischöl?

Nicht grundsätzlich. Sowohl Algenöl als auch Fischöl enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht und Wärme sind.

Wie oxidationsstabil ein Produkt ist, hängt unter anderem von Rohstoffqualität, Herstellung, Verpackung, Lagerung und Oxidationsschutz ab.

Gibt es Fischöl ohne Schwermetalle?

Hochwertige Fischöle können sehr geringe oder in einer Analyse nicht bestimmbare Schwermetallgehalte aufweisen. Statt einer pauschalen Aussage wie „schwermetallfrei“ sind konkrete Laborergebnisse und Angaben zu Nachweis- beziehungsweise Bestimmungsgrenzen aussagekräftiger.

Ist Algenöl frei von Mikroplastik und Schwermetallen?

Algenöl aus geschlossener Kultivierung hat keinen direkten Kontakt zum offenen Meer. Das reduziert bestimmte Eintragswege. Ob ein konkretes Produkt frei von messbaren Belastungen ist, sollte jedoch durch geeignete Laboranalysen bestätigt werden.

Was ist bei Algenöl wichtiger: EPA oder DHA?

EPA und DHA sind unterschiedliche Omega-3-Fettsäuren. Welche Zusammensetzung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Produkt und Verwendungszweck ab. Für einen transparenten Vergleich sollten EPA und DHA immer einzeln pro Tagesdosis ausgewiesen sein.

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